Apulien-Weine

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Apulien Weine – Hat den Weltmarkt im Sturm erobert

Apulien – Puglia mit ihrer Hauptstadt Bari liegt ganz im Süden an der Adria-Küste. Die langgezogene Region von mehr als 400 km besteht aus dem Gargano-Gebirge, genannt Sporn und dem Absatz des Stiefels mit der Halbinsel Salento. In dieser Weinregion sucht man die Berglandschaft vergeblich. Die Landschaft besteht aus Hochebenen und Flachland. Es herrscht ein trocken-heisses Klima mit wenig Niederschlag, sodass teilweise eine künstliche Bewässerung erfolgen muss. Die Böden bestehen vor allem aus Lehm,  Kalk- und Sandstein.

Bis kurz vor der Jahrtausendwende wurde der grösste Anteil der Apulischen Weine als Offenware nach Norden verschickt. In Norditalien oder sogar im angrenzenden Ausland benutzte man ihn zur Aufbesserung bzw. Vermehrung der dortigen Produktion. Doch seit einigen Jahren tun sich immer mehr Qualitätswinzer hervor. Die besten Qualitäten wachsen, klimatisch begünstigt durch die Nähe des Adriatischen und Ionischen Meeres und dank einheimischer Trauben wie Primitivo, Negroamaro und Nero di Troia, auf der Halbinsel Salento.

Die autochthonen Rebsorten Apuliens werden besonders gepflegt und kultiviert. Die Rotweinsorten machen über dreiviertel der Fläche aus. Die gesamte Rebfläche Apuliens umfasst rund 90‘000 Hektar Weinberge. Hinter Sizilien ist Apulien die zweitgrösste Weinregion gemessen an der Rebfläche. Trotzdem produziert Apulien am meisten Wein von ganz Italien. Deshalb trägt die Region auch die treffende Bezeichnung „Weinkeller Italiens“.

Primitivo di Manduria ist als DOC-Wein klassifiziert und umfasst entlang der Südküste der Halbinsel Salento viele Gemeinden. Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen die Eigenschaften von Reben, Anbaugebieten und Weinproduktion des jeweiligen Weines zahlreiche Kriterien erfüllen, deren Einhaltung regelmässig kontrolliert wird. Mit seiner Fülle und Würze, Frucht und Süsse hat dieser Rotwein die Auslandsmärkte im Sturm erobert.

Knapp 30 Anbaugebieten ist es gelungen, den hohen Anforderungen der DOC-Normen zu entsprechen und gute Qualitätsweine hervorzubringen und deren vier Regionen haben den Anspruch eines DOCG „Status“. Sechs Regionen dürfen die Qualitätsbezeichnung IGT für sich beanspruchen. Unser Rosso Puglia 6 anime von CignoMoro hat die Qualitätsbezeichnung IGT. Probieren Sie ihn aus und sie werden sehen, dass dieser Wein keinem DOC- oder DOCG-Wein nachsteht.

Primitivo Weine
Die Primitivo-Rebe bietet einiges, von dem viele Winzer in nördlicheren Weinanbaugebieten nur träumen können. Sie blüht spät und wird somit selten von Frühjahresfrösten heimgesucht. Zudem liefert sie Trauben mit einem relative hohem Zuckergehalt, und können in den meisten Jahren schon Ende August geerntet werden.

Primitivo stammt vom lateinischen Wort «primativus» (der Erstreifende) ab.
Seinen Erfolg, sich als eigenständiger Wein zu etablieren, verdankt er nicht nur seinem leicht zugänglichen, vollmundigen Charakter, sondern auch der Tatsache, dass der Primitivo mit der kalifornischen erfolgsverwöhnten Rebsorte Zinfandel identisch ist.

Primitivo ist nicht gleich Primitvo. So erlaubt das DOC-Reglement des Primitivo di Manduria einen Restzuckergehalt von max. 18 Gramm pro Liter. Jedoch für den IGT Primitivo Salento oder Puglia Primitivo gelten keine Restzuckerlimiten. Dies erklärt das Überangebot von übersüssen, plumpigen Primitivos, welche meist von Grossverteilern zu Discountpreisen angeboten werden. Die Folge daraus ist, dass alle Primitivo-Weine in einen Topf geworfen werden und das schlechte Ansehen der Primitivo-Weine in der Weinwelt zu Unrecht gefördert wird.